Glossar Musikproduktion
200 Fachbegriffe verständlich erklärt – mit Praxisbeispielen, häufigen Fehlern und verlinkten Tutorials. Klicke einen Begriff für die ausführliche Erklärung.
Ableton
19 BegriffeAbleton Arrangement View
Klassische Timeline-Ansicht in Ableton fuer lineare Komposition und Mixing.
Ableton Clip
Audio- oder MIDI-Container in Ableton, Grundbaustein in Session und Arrangement View.
Ableton Drum Rack
Drum-Container in Ableton, der Samples und Synths in 128 Pads organisiert.
Ableton Link
Tempo-Sync-Protokoll, das mehrere Geraete und Apps ueber WLAN beat-genau synchronisiert.
Ableton Operator
FM-Synthesizer in Ableton Suite – vier Operatoren, vielseitig fuer Bass, Lead, Bell.
Ableton Push
Hardware-Controller von Ableton mit 64 Pads, Encodern und Display – tief in Live integriert.
Ableton Session View
Clipbasierte Live-Performance-Ansicht in Ableton Live – ideal fuer Improvisation und Live-Sets.
Ableton Wavetable
Wavetable-Synthesizer in Ableton Suite – modern, mit Effekten, Mod-Matrix und Unison.
Automation Clip
Clip in Ableton, der Automationsdaten fuer Parameter enthaelt.
Capture MIDI
Ableton-Funktion, die zuletzt gespielte MIDI-Noten nachtraeglich aufzeichnet – ohne aktive Aufnahme.
Follow Action
Ableton-Funktion, mit der Clips automatisch nach dem Abspielen zu anderen Clips springen.
Group Track
Bus-Spur in Ableton, die mehrere Spuren zusammenfasst – mit gemeinsamen Effekten und Pegel.
Macro Control
Bis zu 16 Drehregler in einem Ableton Rack, die mehrere Parameter gleichzeitig steuern.
Max for Live
Plattform fuer Custom-Devices in Ableton – Synths, Effekte, MIDI-Tools.
Rack (Ableton)
Container in Ableton, der mehrere Devices (Instruments oder Effekte) buendelt – mit Macros und Chains.
Return Track
Spezielle Send-Spur in Ableton fuer geteilte Effekte wie Reverb oder Delay.
Simpler
Ableton-Sampler-Instrument fuer One-Shots und einfache Multisample-Patches.
Warp
Time-Stretching-Funktion in Ableton – passt Audio an das Projekt-Tempo an.
Warp-Modus
Algorithmus, mit dem Ableton Audio in Echtzeit auf das Projekt-Tempo anpasst.
Audiotechnik
7 BegriffeDezibel (dB)
Logarithmische Maeinheit fuer Pegelverhaeltnisse – +6 dB = doppelte Spannung, +10 dB = doppelte Lautheit.
Harmonics / Obertoene
Frequenzkomponenten oberhalb des Grundtons – bestimmen den Klangcharakter.
Kopfhoererverstaerker
Geraet, das Kopfhoerersignale verstaerkt und mehrere Kopfhoerer gleichzeitig versorgt.
Latenz
Zeitliche Verzoegerung zwischen Eingangs- und Ausgangssignal in der DAW – meist durch Buffer Size verursacht.
Latenzkompensation (PDC)
DAW-Funktion, die Plug-in-Latenzen automatisch ausgleicht, damit alle Spuren synchron bleiben.
Nyquist-Frequenz
Maximal darstellbare Frequenz bei einer Sample-Rate – immer die Haelfte der Sample-Rate.
Symmetrisches Kabel
Audio-Kabel mit drei Adern (TRS oder XLR), das Stoerungen durch Phasenausloeschung unterdrueckt.
Effekte
20 BegriffeAuto-Tune / Pitch Correction
Effekt zur automatischen Tonhoehenkorrektur von Vocals – subtil oder als kreativer Effekt.
Bitcrusher
Effekt, der Bit-Tiefe und Sample-Rate reduziert – erzeugt Lo-Fi, 8-Bit- und Glitch-Sounds.
Chorus
Modulationseffekt, der das Signal dupliziert, leicht verstimmt und zeitversetzt mischt.
Convolution Reverb
Reverb-Typ, der reale Raumantworten (Impulse Responses) zur Halberzeugung nutzt.
Delay (Echo)
Effekt, der das Eingangssignal wiederholt – synchronisiert per Tempo (Ping-Pong, Dotted, Triplet).
Distortion
Aggressive Verzerrung – stark obertonreich, oft fuer Gitarren, Bass und FX.
Flanger
Modulierter Delay-Effekt mit kurzer Delay-Zeit (1–10 ms) und Feedback – erzeugt Jet-Sound.
Gated Reverb
Reverb mit angeschlossenem Noise-Gate – Hallfahne wird abrupt abgeschnitten.
Hall Reverb
Reverb-Typ, der grosse Raeume wie Konzertsaele simuliert – langer Decay, dichte Reflexionen.
Phaser
Effekt, der per moduliertem Allpass-Filter Phasenausloeschungen erzeugt – charakteristischer Sweep.
Ping-Pong Delay
Stereo-Delay, dessen Wiederholungen abwechselnd zwischen linkem und rechtem Kanal springen.
Plate Reverb
Hallart, die historisch durch eine schwingende Metallplatte erzeugt wurde – heller, dichter Klang.
Pre-Delay
Verzoegerung zwischen Originalsignal und einsetzendem Reverb – schafft Trennung und Raum.
Reverb (Hall)
Effekt, der Raumakustik simuliert – Plate, Hall, Room, Spring, Convolution.
Reverse Reverb
Rueckwaerts laufender Hall, der sich vor dem eigentlichen Klang aufbaut.
Saturation
Kontrollierte harmonische Verzerrung – Tape, Tube oder Transistor – fuegt Waerme und Dichte hinzu.
Spring Reverb
Hall-Effekt durch eine vibrierende Metallfeder – charakteristisch in Gitarrenverstaerkern und Dub.
Stutter / Glitch
Schnelle Wiederholung eines Audio-Snippets, die rhythmische oder chaotische Effekte erzeugt.
Tape Delay
Delay-Effekt, der historisch mit einem Tonband erzeugt wurde – warm, leicht moduliert, mit Hoehenverlust.
Vocoder
Effekt, der die Klangfarbe (Formanten) eines Modulators (meist Stimme) auf einen Carrier (Synth) uebertraegt.
Equipment
4 BegriffeAudio Interface
Hardware, die analoge Signale digitalisiert (A/D) und digitale wieder analog macht (D/A).
Raumakustik
Akustische Eigenschaften eines Raums – beeinflusst Bass-Stehwellen, Reflexionen und Klanglokalisation.
Studiokopfhoerer
Kopfhoerer mit linearer Frequenzantwort – offen fuer Mixing, geschlossen fuer Tracking.
Studiomonitore
Aktive Lautsprecher mit linearer Frequenzantwort – fuer Mixing und Mastering konzipiert.
Mastering
12 BegriffeAI Mastering
Automatisiertes Mastering durch KI-Algorithmen – Anbieter wie LANDR, eMastered, iZotope Ozone.
Dithering
Kontrolliertes Rauschen, das beim Reduzieren der Bit-Tiefe (24 -> 16 Bit) Quantisierungsartefakte maskiert.
Limiter
Spezieller Compressor mit sehr hoher Ratio, der einen Maximalpegel garantiert nicht ueberschreitet.
Loudness War
Trend ueber Jahrzehnte, Master immer lauter zu machen – auf Kosten von Dynamik.
LUFS
Loudness Units Full Scale – Mass fuer wahrgenommene Lautheit. Streaming-Standard: -14 LUFS Integrated.
LUFS-Target
Zielwert der integrierten Lautheit fuer eine Plattform – z. B. -14 LUFS fuer Spotify.
Mastering
Letzter Schritt der Musikproduktion: Anpassung von Lautheit, Tonalitaet und Stereobild fuer alle Wiedergabesysteme.
Mastering-Kette
Standardreihenfolge der Mastering-Plug-ins: EQ -> Multiband -> Saturation -> Limiter.
Oversampling
Interne Berechnung mit mehrfacher Sample-Rate (z. B. 4x), um Aliasing zu vermeiden.
RMS
Root Mean Square – Mass fuer den durchschnittlichen Pegel eines Signals. Aelterer Lautheits-Standard.
True Peak
Echter Spitzenpegel zwischen Samples – kann ueber 0 dBFS liegen, auch wenn die Sample-Peaks darunter sind.
True-Peak-Meter
Misst Inter-Sample-Peaks, die ein normales Sample-Peak-Meter nicht erkennt.
MIDI
7 BegriffeMIDI
Musical Instrument Digital Interface – Protokoll fuer Steuerungsdaten (Noten, Velocity, CC).
MIDI CC (Control Change)
MIDI-Steuerbefehl (0-127), der Controller wie Modwheel, Sustain-Pedal, Volume etc. uebertraegt.
MIDI Clock
Synchronisationssignal, das Tempo und Position zwischen MIDI-Geraeten und DAWs uebertraegt.
MIDI-Effekt
Plug-in, das MIDI-Daten verarbeitet, bevor sie ein Instrument erreichen – z. B. Arpeggiator, Chord, Scale.
Mod Wheel
MIDI-Controller (CC1) am Keyboard, der oft Vibrato oder Filter steuert.
Pitch Bend
MIDI-Befehl fuer stufenlose Tonhoehenaenderung, meist ueber das Pitch-Bend-Rad.
Velocity
MIDI-Wert von 0–127, der die Anschlagsstaerke einer Note beschreibt.
Mixing
39 BegriffeAuto-Pan
Modulationseffekt, der ein Signal automatisch zwischen links und rechts hin- und her bewegt.
Bass-Mono / Mono-Maker
Tool, das tiefe Frequenzen unterhalb einer Grenzfrequenz auf Mono zwingt.
Bussing
Zusammenfuehren mehrerer Spuren auf einen gemeinsamen Bus – z. B. Drum-Bus, Vocal-Bus.
Clipping
Verzerrung, die entsteht, wenn ein Signal den Maximalpegel ueberschreitet.
Compressor
Dynamik-Prozessor, der laute Signalanteile oberhalb eines Threshold im Pegel reduziert.
De-Esser
Spezialprozessor, der scharfe S- und Zischlaute (Sibilanten) in Vocals reduziert.
Drum-Bus
Sammelspur fuer alle Drum-Elemente – ermoeglicht gemeinsame Verdichtung, EQ und Saturation.
Ducking
Automatisches Absenken einer Spur, wenn ein Trigger-Signal lauter wird – verwandt mit Sidechain.
Dynamic EQ
EQ, dessen Bandeingriffe abhaengig vom Eingangspegel reagieren – Mischung aus EQ und Compressor.
EQ (Equalizer)
Werkzeug zur Frequenzbearbeitung – High-Pass, Low-Pass, Glocken-, Shelving- und Notch-Filter.
Exciter
Effekt, der dem Signal kuenstliche Obertoene hinzufuegt – mehr Praesenz, ohne EQ-Boost.
Frequenztrennung
Bewusstes Aufteilen von Frequenzbereichen zwischen Spuren, damit sich Sounds nicht in die Quere kommen.
Gain Staging
Systematische Kontrolle der Signalpegel an jedem Punkt der Signalkette – Ziel: optimale Pegel ohne Clipping oder Rauschen.
Headroom
Pegelabstand zwischen lautestem Signal und 0 dBFS – wichtige Reserve fuer Mastering und Bus-Verarbeitung.
High-Cut / Low-Pass-Filter
Filter, der hohe Frequenzen abschneidet – nimmt Schaerfe und Praesenz aus Signalen.
Kick (Bass-Drum)
Tiefer perkussiver Schlag – Fundament von Beats in House, Techno, Trap und Drum & Bass.
Korrelationsmesser
Messinstrument, das die Phasenkorrelation zwischen linkem und rechtem Kanal anzeigt (-1 bis +1).
Low-Cut / High-Pass-Filter
Filter, der Frequenzen unterhalb einer Cutoff-Frequenz entfernt – raeumt unnoetigen Bass aus Spuren.
Mid/Side Processing
Stereotechnik, die das Signal in Mitte (Mono-Anteil) und Seiten (Stereo-Differenz) aufteilt – fuer gezielte Bearbeitung.
Mono-Kompatibilitaet
Ein Mix ist mono-kompatibel, wenn er beim Zusammenfassen auf Mono nichts Wichtiges verliert.
Multi-Band-Compressor
Compressor, der das Signal in mehrere Frequenzbaender aufteilt und jedes einzeln komprimiert.
Noise Gate
Dynamikprozessor, der Signale unter einem Threshold automatisch stummschaltet.
Notch-Filter
Sehr schmaler EQ-Cut zur Entfernung einer einzelnen Stoerfrequenz.
Panning
Verteilung eines Signals im Stereofeld zwischen links und rechts.
Panorama (Pan)
Position eines Signals im Stereobild zwischen ganz links (-100) und ganz rechts (+100).
Parallel-Kompression
Mischtechnik, bei der ein stark komprimiertes Signal mit dem unkomprimierten Original gemischt wird.
Phasenlage
Zeitliche Beziehung zwischen zwei oder mehr Audiosignalen – kritisch bei Mehrfachmikrofonierung und Layering.
Ratio
In der Kompression das Verhaeltnis der Pegelreduktion – z. B. 4:1 bedeutet 4 dB ueber Threshold werden zu 1 dB.
Referenzmix / Referenz-Track
Professionell produzierter Track, an dem man den eigenen Mix klanglich abgleicht.
Send / Aux
Routing-Punkt, der Anteile mehrerer Spuren auf eine gemeinsame Effekt-Spur schickt.
Shelf-EQ
EQ-Form, die alle Frequenzen oberhalb (High-Shelf) oder unterhalb (Low-Shelf) eines Punktes anhebt oder absenkt.
Sidechain
Technik, bei der ein externes Signal (z. B. Kick) einen Effekt auf einer anderen Spur (z. B. Bass) steuert.
Snare
Trommel mit Schnarrteppich – verantwortlich fuer Backbeat in den meisten Genres.
Spektralanalyse / Analyzer
Plugin, das das Frequenzspektrum eines Signals visualisiert – Standard im Mixing.
Stereo
Zwei-Kanal-Wiedergabe (links/rechts) – Standard fuer Musik.
Summing
Zusammenmischen aller Spuren auf den Stereo-Master – analog (Summing-Mixer) oder digital (DAW).
Threshold
Pegelschwelle, ab der ein Compressor, Gate oder Limiter eingreift.
Transient
Kurzer, perkussiver Anfangsmoment eines Klangs – die Attack-Phase eines Tons.
Transient Shaper
Plugin, das Attack und Sustain eines Klangs unabhaengig von der Lautstaerke verstaerkt oder daempft.
Musiktheorie
12 BegriffeAkkord
Mehrere gleichzeitig erklingende Toene – Grundlage harmonischer Bewegung.
Akkord-Umkehrung (Inversion)
Akkord, dessen tiefster Ton nicht der Grundton ist – z. B. C-Dur mit E im Bass (1. Umkehrung).
Akkordfolge / Progression
Reihenfolge mehrerer Akkorde, die harmonische Bewegung erzeugt – z. B. ii-V-I.
BPM
Beats Per Minute – Tempoangabe in Schlaegen pro Minute.
Intervall
Tonabstand zwischen zwei Toenen – z. B. Quinte (7 Halbtoene), Oktave (12 Halbtoene).
Kadenz
Akkordfolge, die zur Tonika zurueckfuehrt und ein Stueck oder einen Abschnitt abschliesst.
Modus / Kirchentonart
Skalentyp ausgehend von einer anderen Stufe der Dur-Tonleiter – z. B. Dorian, Phrygian, Lydian.
Polyrhythmus
Gleichzeitiges Spielen zweier rhythmisch unabhaengiger Pattern – z. B. 3 ueber 4.
Skala / Tonleiter
Geordnete Folge von Toenen innerhalb einer Oktave – z. B. C-Dur (alle weissen Tasten ab C).
Taktart
Rhythmische Grundstruktur eines Stuecks – meist 4/4, in Walzer 3/4, in Prog auch 7/8 oder 5/4.
Tonart / Key
Tonale Zentrierung eines Stuecks – z. B. C-Dur oder a-Moll.
Transponieren
Verschieben einer Melodie oder eines Akkords um Halbtoene in eine andere Tonart.
Recording
13 BegriffeBit Depth
Anzahl der Bits pro Sample – bestimmt Dynamikumfang. 16 Bit = 96 dB, 24 Bit = 144 dB.
Buffer Size
Anzahl Audio-Samples, die das Audio-Interface puffert – beeinflusst Latenz und CPU-Last.
Direct Monitoring
Echtzeit-Abhoeren des Eingangssignals direkt am Audio-Interface – ohne DAW-Latenz.
Dynamisches Mikrofon
Robustes Mikrofon mit Tauchspule – unempfindlich gegen Raum und Lautstaerke.
Kondensatormikrofon
Mikrofontyp mit hoher Empfindlichkeit und detailreichem Klang – braucht Phantomspeisung.
Mikrofon
Wandler von Schall in elektrische Signale – Hauptarten: Kondensator, Dynamisch, Bändchen.
Monitor-Controller
Geraet zwischen Audio-Interface und Studio-Monitoren – steuert Lautstaerke, Quelle, Mute.
Nearfield-Monitoring
Abhoersituation, bei der die Monitore so nah am Hoerer stehen, dass der Direktschall dominiert.
Phantomspeisung (+48 V)
Gleichspannung, die ein Audio-Interface ueber das XLR-Kabel an Kondensatormikrofone liefert.
Popfilter
Schaumstoff- oder Nylonschirm vor dem Mikrofon, der Plosive (P-, T-Laute) abfaengt.
Preamp / Vorverstaerker
Verstaerker, der das schwache Signal eines Mikrofons auf Line-Pegel bringt.
Raummoden
Stehende Wellen in geschlossenen Raeumen – verursachen Frequenzueberhoehungen und -ausloeschungen.
Sample Rate
Abtastrate bei der Digitalisierung von Audio – 44.1 kHz fuer Musik, 48 kHz fuer Video, 96 kHz fuer Mastering.
Sound Design
12 BegriffeField Recording
Aufnahme von Umgebungs- und Alltagsgeraeuschen ausserhalb des Studios als Sound-Design-Material.
Foley
Im Studio nachgemachte Alltagsgeraeusche – urspruenglich aus Film, in Musik fuer perkussive Texturen.
Impact / Hit
Tiefer, fetter Schlag am Anfang eines Drops oder Songteils – betont den Uebergang.
Key Zone / Velocity Zone
Tastaturbereich, in dem ein bestimmtes Sample im Sampler abgespielt wird.
Layering
Schichten mehrerer Sounds zu einem klanglichen Ganzen – z. B. Kick + Sub, Snare + Clap.
Multisampling
Sampling-Technik, bei der jedes mehrere Toene eines Instruments einzeln aufgenommen werden.
One-Shot
Einzelnes Sample ohne Loop – z. B. Kick, Snare, Vocal-Chop, FX.
Resampling
Erneutes Aufnehmen eines bereits bearbeiteten Signals – fuer CPU-Entlastung und kreative Transformation.
Riser
Steigender Klang, der ueber mehrere Bars Spannung aufbaut – meist im Build-Up.
Round Robin
Sampler-Funktion, die bei wiederholtem Triggern abwechselnd verschiedene Samples spielt.
Sampling
Verwenden vorhandener Audioaufnahmen als Klangmaterial in eigenen Produktionen.
Sound Design
Kunst und Handwerk, eigenstaendige Klaenge zu erzeugen – Synthese, Sampling, Effekte.
Synthese
36 BegriffeAdditive Synthese
Synthese durch Addition von Sinuswellen mit unterschiedlichen Frequenzen, Amplituden und Phasen.
ADSR
Attack, Decay, Sustain, Release – die vier Phasen einer Huellkurve, die den zeitlichen Verlauf eines Klangs steuern.
Arpeggiator
MIDI-Effekt, der gehaltene Akkorde in eine rhythmische Notenfolge zerlegt.
Attack
Erste Phase einer Huellkurve – die Zeit, die ein Klang braucht, um vom Stillstand auf Maximalpegel anzusteigen.
Carrier
In der FM-Synthese der hoerbare Oszillator, dessen Frequenz vom Modulator veraendert wird.
Decay
Zweite Phase einer ADSR-Huellkurve – die Zeit vom Maximalpegel zum Sustain-Pegel.
Detune
Leichte Verstimmung mehrerer Oszillatoren gegeneinander – erzeugt Breite und Dichte.
Filter
Bauteil, das bestimmte Frequenzbereiche absenkt oder durchlaesst – Tiefpass, Hochpass, Bandpass, Notch.
FM-Synthese
Frequenzmodulation: Ein Modulator-Oszillator moduliert die Frequenz eines Carrier-Oszillators und erzeugt komplexe metallische Klaenge.
Formant
Resonanzfrequenz, die einer Stimme oder einem Instrument seinen Charakter (Vokal-Klang) gibt.
Glide / Portamento
Stufenloser Tonhoehenwechsel zwischen zwei Noten – meist im monophonen Modus.
Granularsynthese
Synthesetechnik, die Audio in winzige Fragmente (Grains, 1–100 ms) zerlegt und einzeln manipuliert.
Hard Sync
Zwingt einen Slave-Oszillator, bei jedem Master-Zyklus neu zu starten – erzeugt aggressive, schreiende Sounds.
Huellkurve (Envelope)
Zeitlicher Verlauf eines Parameters wie Lautstaerke oder Filterfrequenz – meist als ADSR oder Multi-Stage realisiert.
Lead
Melodiefuehrender Synth-Sound, meist obertonreich und durchsetzungsstark im Mittelhochbereich.
LFO (Low Frequency Oscillator)
Niederfrequenter Oszillator (typisch 0,1–20 Hz), der andere Parameter wie Pitch, Filter oder Amplitude moduliert.
Modulation
Veraenderung eines Parameters ueber die Zeit – durch LFO, Huellkurve, Velocity, Aftertouch oder Mod-Wheel.
Modulationsmatrix
Liste in einem Synthesizer, die Modulationsquellen (LFO, Envelope, Velocity) flexibel mit Zielen (Filter, Pitch, FX) verknuepft.
Modulator
In der FM-Synthese der Oszillator, der die Frequenz des Carriers moduliert. Hoehere Modulationsstaerke erzeugt mehr Obertoene.
Monophonie
Synthesizer-Modus, in dem nur eine Note gleichzeitig erklingt.
Noise / Rauschen
Signal mit allen Frequenzen gleichzeitig – Grundlage fuer Snare, Hi-Hat, Wind, Atem.
Oszillator
Klangquelle eines Synthesizers, die periodische Schwingungen wie Sinus, Saegezahn, Rechteck oder Dreieck erzeugt.
Pad
Lang gehaltener, weich klingender Synth-Sound zur Atmosphaere und Harmonie-Untermalung.
Patch
Komplettes Sound-Setup eines Synthesizers – Oszillatoren, Filter, Effekte und Modulation.
Pluck
Kurzer, perkussiver Synth-Sound mit schnellem Attack und kurzem Decay – wie eine gezupfte Saite.
Polyphonie
Anzahl der Noten, die ein Synthesizer gleichzeitig spielen kann.
Portamento / Glide
Stufenloses Gleiten der Tonhoehe von einer Note zur naechsten.
Release
Letzte ADSR-Phase – die Zeit, die ein Klang nach Loslassen der Taste zum Verstummen braucht.
Ringmodulation
Multiplikation zweier Signale – erzeugt metallische, glockige und unharmonische Klaenge.
Sub-Oszillator
Zusaetzlicher Oszillator, der eine Oktave (oder zwei) unter der Hauptstimme spielt – fuegt Tiefe und Druck hinzu.
Subbass
Tiefster Frequenzbereich eines Tracks (ca. 20-60 Hz), meist ein reiner Sinus unterhalb des Hauptbasses.
Subtraktive Synthese
Klassische Synthese: Ein obertonreicher Oszillator wird durch Filter geformt, die Frequenzen entfernen.
Supersaw
Stack aus 5-9 detuneten Sawtooth-Oszillatoren – seit Roland JP-8000 das Markenzeichen von Trance und EDM.
Sustain
Dritte ADSR-Phase – der Pegel, auf dem ein Klang gehalten wird, solange die Taste gedrueckt ist.
Unison
Mehrere identische Stimmen pro Note, leicht verstimmt und gepannt – erzeugt fette, breite Synth-Sounds.
Wavetable-Synthese
Syntheseverfahren mit Tabellen aus vielen Wellenformen, durch die durchgescannt werden kann – Grundlage von Serum, Vital und Ableton Wavetable.
Workflow
19 BegriffeArrangement
Anordnung der Songteile (Intro, Drop, Break, Outro) entlang der Zeitachse.
Automation
Zeitliche Veraenderung eines Parameters per gezeichneter Kurve – Volume, Filter, FX-Wet etc.
Bouncing in Place / Freeze & Flatten
Funktion, die eine Spur inklusive aller Effekte als neue Audiospur rendert.
Build-Up
Spannungsaufbau vor dem Drop – Riser, Snare-Rolls, Filter-Sweeps.
Comping
Zusammenstellen einer perfekten Vocal- oder Instrumentenspur aus mehreren Takes.
CPU-Last
Auslastung des Prozessors durch Plugins und DAW – kann zu Knacksern oder Aussetzern fuehren.
Drop
Hauptelement vieler EDM-Tracks – der Moment maximaler Energie nach dem Build-Up.
Freeze (Track Freeze)
Funktion, die eine Spur inkl. aller Plugins als Audio rendert und so CPU spart.
Groove / Groove Template
Mikrotiming- und Velocity-Profil, das auf Spuren angewendet wird, um Feel zu uebertragen.
Loop
Sich wiederholendes Audio- oder MIDI-Segment – Grundbaustein elektronischer Musik.
Marker / Locator
Sprungmarken im Arrangement, die Songabschnitte (Intro, Verse, Drop) markieren.
MIDI-Mapping
Zuweisung von MIDI-Controllern (Knoepfen, Faders) zu Software-Parametern.
Preset
Gespeichertes Set von Plugin-Einstellungen – ladbar als Startpunkt oder fertiger Sound.
Quantisierung
Verschiebung von Noten oder Audio-Hits auf das naechste Raster (z. B. 1/16, 1/8 Triplets).
Render / Export / Bounce
Endgueltiges Aufnehmen des Mixes als Audiodatei – meist WAV oder AIFF in 24 Bit / 44.1 kHz.
Stem
Vorgemischte Spurengruppe (Drums, Bass, Vocals, FX) – fuer Remix oder externes Mastering.
Swing
Mikrotiming-Verschiebung jedes zweiten Notenwertes – verleiht Groove und Lebendigkeit.
Versionierung / Save As
Speichern eines Projekts unter neuem Namen, um den vorherigen Zustand zu erhalten.
VST / AU / AAX
Plugin-Formate fuer Synthesizer und Effekte – VST (Windows/Mac), AU (Mac), AAX (Pro Tools).