So mischst du Kick und Bass sauber
Kurze Antwort
Kick und Bass konkurrieren zwischen 40 und 120 Hz. Trenne sie über klare Frequenz-Rollen (Kick = Punch bei 60-100 Hz, Bass = Sub darunter), Highpass am Bass, einen schmalen EQ-Cut und musikalisches Sidechain. Unter 120 Hz alles auf Mono.
Schritt-für-Schritt
- 1
Rollen festlegen
Entscheide pro Track, ob die Kick oder der Bass den Sub-Bereich (40-80 Hz) dominiert. Beide gleichzeitig erzeugt Matsch.
- 2
Highpass am Bass
Bass mit einem 24 dB/Okt Highpass bei 30-40 Hz beschneiden. Das schafft Headroom ohne hörbaren Verlust.
- 3
Kick-Frequenz lokalisieren
Mit einem schmalen EQ-Boost durch 50-120 Hz fahren und den Punch-Punkt der Kick finden (oft 60-80 Hz bei Techno, 80-100 Hz bei House).
- 4
EQ-Cut im Bass
Genau an dieser Frequenz im Bass eine Kerbe von 2-4 dB setzen. Schmaler Q (1.5-2).
- 5
Sidechain-Kompression
Bass-Spur per Sidechain auf die Kick triggern. Threshold so, dass 4-6 dB Reduktion entstehen, Release so eingestellt, dass die Pumpe musikalisch zur BPM passt (meist 80-200 ms).
- 6
Mono unter 120 Hz
Mit einem Utility/Stereo-Imager den Bereich unter 120 Hz auf Mono setzen. Phasenprobleme verschwinden, der Sub wird stabil.
- 7
Im Kontext gegenchecken
Auf Kopfhörer UND Lautsprecher hören. Auf dem Handy gegenprüfen – Kick muss auch dort durchsetzen.
Häufige Fehler
- Beide Spuren teilen sich den Sub – immer eine Rolle festlegen.
- Sidechain zu aggressiv: Kick wird klein, Bass pumpt unmusikalisch.
- Bass in Stereo unter 80 Hz: zerstört Mono-Kompatibilität auf Clubs und Smartphones.
- Auf einem System gemischt: immer Kopfhörer + Monitore + Handy gegenchecken.